Unerschlossene Gebiete erschließen über FTTC

Nehmen wir an, ich wohne in einem Ort, der nicht gut angebunden ist. Ein erster Schritt wäre es gewisse vorhandene Infrastruktur weiterzunutzen. Was müsste man organisieren, um zumindest die vorhandenen grauen Kästen am Straßenrand besser anzubinden? (Fibre to the Curb (FFTC)) Wenn ein solcher Kasten besser angeschlossen wäre, kann man die Glasfaser an andere ISPs vermieten?

Die Standard Grauen Kästen der Telekom sind Kabelverzweiger die in einer “Vermitlungsstelle” enden.
Einem Ort wo aktive Komponenten untergebracht sind.

Im Fall von VDSL hat man diese Orte näher an die Kabelverzweiger gebracht indem man neue größere Kästen aufgestellt hat. Diese beinhalten DSLAMs. Sozusagen Switche wo statt Ethernet VDSL auf der einen Seite und ein Glasfaser Interface auf der anderen Seite vorhanden ist. Entsprechend sind diese Orte in der regel auch mit Glasfaser angebunden (FTTC).

Wenn du einen Übergabepunkt für Glasfaser aufbauen willst, wirst du nicht umherkommen, einen eigenen Kasten aufzustellen.

Es gab da vor einigen Jahren mal einen interessanten Artikel zu im Internet wo Bürger das in Eigenleistung gemacht hatten. (Soviel ich mich erinnere) War aber mit größerem Zeit und Kostenaufwand verbunden.

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So ein Rosa Unternehmen hat mal die Zahl 10k gesagt, nur für Kiste und das Aufstellen der Kiste.
Kabelgraben 50-100€ je m

Da schlagen vorallem die Tiefbauarbeiten zu. Die sind ja recht Teuer plus Natürlich die Monatlichen Kosten für die Aufstellung im öffentlichen Raum (Platzmiete)

@fragstone Einen Stromanschluss sollte man nicht vergessen ;-)
Es sei denn du willst passive Technik wie GPON nutzten. Dabei könnte der mittlere (Straßen)-Verteiler ohne Stromanschluss auskommen, aber dann musst du mit Glas in jedes Haus, was dann wieder FTTH wäre.

Wieso würde man das so wollen. Nur weil es xDSL Unternehmen üblicher Weise so machen ist es noch lange kein Grund es genau so zu machen. Das ist ja nur so entstanden, weil man vor 50 Jahren überall Kupferpaare in die Erde gelegt hat und Sternförmig hat zusammenlaufen lassen.

Wie leben aber im 21. Jahrhundert und sollten lieber eine moderne Topologie und Layer 1/2 Technik verwenden. Ich stehe auf Ringe und Maschen.

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Warum eine passive Baumstruktur (mit GPON) benutzt werden könnte? Weil man nicht weiß was man tut, oder eventuell Energieverbrauch?

Man würde also “einfach” alle, die “nahe am Internet” wohnen mit FTTH von der Quelle versorgen und von dort ausgehend dann weitere Haushalte versorgen?

Die erste Frage ist nach Geschmacksrichtung/dem Ziel des Netzes:

  • geht es um ein eigenes Netz/Bürgernetz, für z.B. eine große LAN-Party, Backup zum Nachbarn usw.?
    dann zählt die Bandbreite zwischen den Usern und Internet ist ein “Abfallprodukt” nenne ich es mal lieber ein Feature!
    oder
  • geht es “nur” um Internet
    dann ist die Bandbreite ins Internet das Maß aller Dinge

Die Baumstruktur funktioniert auch mit “LAN” Technik durch patchen /verbinden der Glasfasern nur werden dann die Stammkabel vielfasrig.Wir sollten vielleicht nicht gleich mit 144/288 Fasern anfangen ;-)

Ringe und Maschen sind eine gute Wahl!

Ja

Das Internet ist genau das gleiche wie ein LAN, nur größer und mit Routern. Insofern ist die Notwendigkeit für eine solche klassische Trennung nicht erforderlich. Schau dir mal an, wie das Universitätsnetzwerk der RWTH Aachen aussieht. Dort IST deren LAN das Internet.
Und genau wie die RWTH Aachen die einzelnen Standorte und Wohngebäude über eigene Infrastruktur miteinander verbunden hat könnte man das mit einer Ortschaft auch machen.

@pebrille ähnlich ist es ja mit Freifunk wo es das Mesh gibt (hier das Glasnetz) und (mehrere) Uplinks ins Internet. Das mittlerweile sehr viele Communitys öffentliche IPv6 nutzten ist alles ein großes Netz. Aber das kennst du ja.
Mir ging es um die Klärung welche Bandbreite den wohl gewünscht ist!
Ich würde bei Glas nicht unter 1000MBit anfangen und Singlemodekabel nutzten. Lücke würde ich per Rifu mit 5GHz AC schließen.

Die Initiatoren scheinen damit noch nicht viele Berührungspunkte gehabt zu haben…

Können wir mal die ganzen GPON-Diskussion entfernen? GPON geht bei FTTC nicht.